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31 August 2023 - Patient Motte

Heute mal ein kleines Lebenszeichen von unserem Kater Motte.

Der regelmäßige Leser wird ihn und seine Geschichte kennen. Für diejenigen, welche noch nicht Bescheid wissen, Motte ist Ende Juni von einer Fensterbank knapp sechs Meter in die Tiefe gestürzt und hat sich dabei einen ziemlich komplizierten Beinbruch zugezogen.

Dass das alles nicht schön war und viele Nerven gekostet hat, muss ich an der Stelle ja nicht noch einmal erwähnen. Kommen wir lieber zu den positiven Dingen. Wie man sehen kann, Motte ist in der Zwischenzeit sehr gewachsen, quicklebendig und frech wie eh und je. Seit wir ihn letzte Woche in das Zimmer unseres Großen umgezogen haben und er dort etwas mehr Freigang unter Aufsicht bekommt, hat sich sein Gangbild absolut positiv entwickelt.

Zwar merkt man ihm nach einigen Minuten noch an dass er wieder anfängt leicht zu humpeln, das ist denke ich aber normal. Das Bein ist eben nicht mehr so wie es vor dem Sturz war und wird es auch nicht mehr werden. Sein Fuß sieht um einiges stabiler aus, wirkt nicht mehr so versetzt wenn er einfach darauf steht. Er läuft stabil, ist interessiert und spielt mit seinem Ball.

Zwischendurch hatte ich den Eindruck, es hätte sich etwas an unserer innigen Beziehung etwas verändert, wir wären nicht mehr so eng miteinander. Das stimmt nicht ganz. Zum einen verbringt er notgedrungen den Großteil des Tages alleine in seinem Käfig. Da ist es kein Wunder, dass er nicht nur schmusen, sondern eher sein Umfeld erkunden will. Ignoriere ich ihn, meckert er aber auch ganz schnell und kommt zu mir. Er möchte also Aufmerksamkeit, wir sollen uns mit ihm beschäftigen. Sein starker Drang zu Schmusen wird wieder kommen, da bin ich sicher, denn gestreichelt werden will er nach wie vor.

Heute Abend ist er wieder abgehauen, hat einfach die Tür aufgemacht und sich unter meinem Bett versteckt. Mit etwas Nassfutter hatte ich ihn aber ganz schnell wieder angelockt. Einige Bilder haben wir gemacht, ich habe ihn verkloppt und seinen Käfig sauber gemacht. Kommende Woche hat er erneut einen Termin bei der Tierärztin, dann sehen wir weiter.

Wenn sich alles weiter so entwickelt wie bisher, denke ich dass er spätestens in drei bis vier Wochen wieder alleine durch die Wohnung laufen darf. Ich denke wir werden dabei bleiben, ihn nicht mehr raus lassen. Wenn er uns nicht zwischendurch entwischt.

Ich bin nur heilfroh dass die ganze harte Zeit hinter uns liegt. Wenn euch selbst mal etwas ähnliches passiert, bleibt tapfer. Es ist hart, es tut weh, es kostet unter Umständen viel Geld. Aber all das geht vorbei, es braucht nur seine Zeit. Schenkt euren Patienten viel Liebe und zeigt ihnen dass sie nicht alleine sind, dann werden sie schnell wieder fit und strecken euch unter Umständen sogar zum Dank die Zunge raus.

Ich lasse noch etwas Zeit vergehen, ehe ich eine kleine Zusammenfassung mit Bild und Videomaterial veröffentliche.

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Themenbereich Gesundheit