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20 Februar 2022 - Über den Wolken

Vor etwas mehr als einer Stunde haben wir den Großen am Flughafen abgeliefert. Zuvor und auch dazwischen waren alle, except me, ziemlich nervös was man vor allen Dingen am Geplapper merkte. Ich gehe mal schwer davon aus dass wir ihm alles mitgegeben haben was er braucht um diese eine Woche zu überstehen ohne vollkommen zu verwahrlosen. Der Zweiten Gewalt fällt sicher noch was ein um sich Sorgen zu machen, aber auch das legt sich. Inzwischen meldet der Sack sich nicht mal mehr, es dürfte ihm also gut gehen.

Ein Flugzeug erzeugt einen Kondensstreifen am Himmel

Da seine "Ex" mitfliegt haben wir die jetzt auch mal zu Gesicht bekommen. Er kann froh sein dass er die von der Backe hat. Es gibt noch so viele hübsche Mädels, oder meinetwegen auch Jungs, mit denen er schöne Stunden verleben kann, da darf man gerne auch etwas wählerisch sein. Inzwischen hat sie wohl auch schon wieder Ersatz gefunden und würdigt ihn keines Blickes mehr. Wenn er klug ist wirft er sich an eine der Mitreisenden ran, aber so wie ich ihn kenne macht er lieber nerdige Sachen ohne überhaupt die Existenz des anderen Geschlechts zu bemerken. An sich gar nicht mal so schlimm, hat man doch nur Ärger mit. Ich muss es wissen.

Stichpunkt Verwahrlosung. Anscheinend ist der Flughafen wirtschaftlich so mitgenommen dass er es sich nicht leisten kann mal die Mülltonnen zu entleeren, oder zumindest die Zufahrtswege der Parkplätze von Schotter zu befreien. Schief stehende Straßenschilder, Pflaster das sich gesetzt hat. Auch wenn wir weit ab vom Schuss leben, da geht noch was. Dass ist wohl der Preis den man zahlt wenn man sich abhängig macht von Billig-Airlines die kommen und gehen wie sie wollen.

Es gab hier einst die Hunsrückquerbahn, eine Strecke die immer wieder mal reaktiviert werden sollte. Die DB hat der Strecke erst im letzten Jahr eine fatale betriebswirtschaftliche Bewertung zugeschrieben, ich bezweifele daher stark dass wir hier jemals wieder Schienenverkehr haben werden. Die vorhandene Industrie müsste schon sehr stark darauf setzen was zusätzliche hohe Investitionen bedeuten würde. Privat würden wir sicher öfter mal die Bahn nutzen. Gerade wenn es darum geht in den Norden zu reißen ist die Idee verlockend sich hier in den Zug zu setzen und entspannt in Hamburg zum Beispiel auszusteigen. Gerade an verlängerten Wochenenden böte sich sowas an. Ich bin schon öfter mal mit dem Zug gereist und kann nicht behaupten dieses große Chaos erlebt zu haben wie es immer wieder propagiert wird. Sich darüber Gedanken zu machen lohnt aber nicht, bis hier wieder Züge fahren sind wir schon zweimal wieder Humus.