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23 Januar 2022 - Schrott, Nachbarn und Verfilmungen

Gemeinsam mit dem Junior habe ich ungefähr einen halben Hänger Metallschrott aus der Werkstatt und den Garagen an die Straße getragen. Darunter befindet sich auch das alte Laufrad und das erste richtige Fahrrad der Kinder im Polizeistyle. Jetzt muss an sich nur ein Schrotti den Weg ins Dorf finden und mit breiten Grinsen diesen dicken Fang aufladen. Was in den nächsten zehn Tagen nicht weg kommt lade ich auf und fahre es selber weg, bin aber optimistisch. Gelohnt hat sich die Räumaktion auf jeden Fall, in den Regalen ist nun viel mehr Platz und Körbe und Kisten stehen zur weiteren Verwendung bereit. Ich denke dass wir sehr bald Sperrmüll anmelden werden um den Speicher auszumisten, da lungert nämlich auch vieles rum was kein Mensch mehr braucht.

Am Freitag schon hat mein Nachbar mehrmals bei mir Zuhause angerufen, Probleme mit seiner WLAN Verbindung waren der Grund. Ich war aber auf der Arbeit weswegen er dann gestern Morgen noch einmal persönlich erschien, ich nahm mich der Sache sofort an. Das WLAN des Routers war deaktiviert, wohl das Ergebnis seiner eigenen Bemühungen. Ich bot ihm an ein LAN Kabel zu legen, denn mich wundert es nicht dass er auf die Entfernung, immerhin gut 15m durch verschiedene Wände und Decken hindurch, Verbindungsprobleme hat. Er willigte ein, allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt. Mir soll es recht sein. Gerade sehe ich ihn durch mein Fenster wie er zielstrebig auf meinen großen Schrotthaufen zuläuft, da ist sicher etwas für ihn dabei. :) Er hat mir außerdem gestern erzählt dass er als jüngerer Mann mit seelischer Instabilität zu kämpfen hatte. Davon wusste ich bereits, aber nicht dass sich diese nach einer Herz-OP stabilisiert hatte. Danach hatte er die Sicherheit die er brauchte um sich wohl zu fühlen. Diese Stabilität hat durch seine Krebserkrankung sehr gelitten, weswegen er jetzt auf Situationen seiner Aussage nach überempfindlich reagiert. Dass seine WLAN Verbindung nicht funktionierte ließ ihn fast panisch werden, wohl auch da er im Moment sehr intensiven Kontakt zu einer Bekanntschaft hält die ebenfalls ein Krebsleiden hat. Wir haben ein wenig darüber gesprochen, ich hoffe dass ich ihm etwas von seiner Last nehmen konnte. Auch habe ich ihm erneut angeboten sich immer zu melden wenn etwas zu erledigen sei. Er nimmt das wohlwollend auf, ist aber doch darum bemüht so unabhängig wie möglich zu sein. Immerhin, auch wenn er im Moment etwas kränkelt fühlt er sich doch besser, seine Genesung schreitet gut voran. Er hat im März Geburtstag. Ein gemeinsamer Nachbar ist ebenfalls ein guter Freund von ihm. Mit diesem werde ich mich absprechen ob wir nicht die Kosten für eine Webcam und ein Headset gemeinsam tragen wollen, denn mein Nachbar würde gerne lernen Videokonferenzen zu halten. Eine gute Möglichkeit ihm senfcall.de näher zu bringen. Soweit sind wir aber noch nicht.

Sonntag Mittag um halb Zwei, bald gibt es Mittag. Zeit ein Weizenbier zu köpfen und den gemütlichen Part einzuläuten. Ich denke wir schauen uns den Herr der Ringe an. Damit haben wir gestern Abend schon begonnen nachdem wir Der Hobbit fertig geschaut haben. Krass wie alt ersterer inzwischen wirkt, sind immerhin bereits zwanzig Jahre seit der Erstausstrahlung. Hab mir auch vorgenommen das Buch zu Der Hobbit noch einmal zu lesen. Die Verfilmung ist ein lächerlicher Abklatsch welche sich nur wenig an das Buch hält, was ich sehr bedauere. Aber mich fragt ja keiner, wie immer.

Quellen:

1. senfcall.de | Freies Videokonferenztool basierend auf Big Blue Button