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09 November 2021 - Wild, Träume und Endszenarien

Wenn man einen Arbeitsunfall hat wird eine sogenannte Unfallanzeige erstellt, als Betroffener muss der Arbeitgeber einem eine Abschrift davon aushändigen. Von beidem wusste ich bisher noch nichts. Dort kommen alle relevanten Angaben vor, unter anderem eine Ausführliche Schilderung des Unfallhergangs. Sollte es Unklarheiten geben könnt ihr auch bei der zuständigen BG selbst anrufen und nachfragen. Behaltet das im Hinterkopf, wenn ihr selbst mal in die Verlegenheit kommt euch auf der Arbeit zu verletzen.

Gestern Abend war es soweit, ich hatte einen Wildunfall. Zuerst wollte ich den ersten schreiben, allerdings hoffe ich dass es auch der letzte war. Es kam ein Reh von der linken Seite angerannt, als ich es gesehen hatte war es bereits zu spät. Ich war nicht einmal schnell, hatte gerade eine Ausfahrt genommen. Das ganze geht so schnell, der ganze Hergang hat vielleicht 10 Sekunden gedauert, da bleibt kaum Zeit zu reagieren. Ich bin noch voll in die Eisen gegangen aber leider war da nichts mehr zu machen. Ich habe das Reh überfahren, es blieb dann mitten auf der Straße liegen. Es hat noch kurz gezuckt und ist dann gestorben. Äußerlich unverletzt, ist es an inneren Blutungen gestorben. Und da war eine Menge Blut im Spiel. Schade, aber nicht zu ändern. Am Auto sind an der Frontschürze nur leichte Schäden, im unteren Bereich ist sie an den Verschraubungen gerissen. Wie es unter dem Auto aussieht weiß ich nicht, dass lasse ich noch checken. Hab natürlich gleich heute Nacht davon geträumt, nur in abgewandelter Form. Meine Frau ist Auto gefahren, ich habe die Situation von außen beobachtet. Wie Träume halt eben so sind. Sie fuhr irgendwelche Jugendliche an, die sind dann umgekippt. Im nächsten Moment saß ich dann bei ihr im Auto und meinte dass wir jetzt die Polizei und den Krankenwagen rufen müssten. Sie meinte aber nur dass doch alles gut sei, schließlich lagen die Jugendlichen schon gar nicht mehr unterm Auto sondern befanden sich schon weiter weg. Das war die Situation, was danach kam weiß ich nicht mehr. Meine Frau hat jedenfalls herzlich gelacht als ich ihr davon erzählt habe.

Ich weiß noch wie wir über moosbedeckte Dächer gingen die alle aneinander stießen, die Kulisse erinnerte mich ein wenig an das alte China und seine Bauten.

Das könnte ich eigentlich öfter machen, von Träumen erzählen. Die sind manchmal dermaßen skurril, aber ihr kennt das sicher selbst. Ich bin schon auf zig verschiedene Arten gestorben, wie durch einen Kopfschuss zum Beispiel denn ich mir selbst gesetzt habe. Das interessante war wie sich der Traum danach angefühlt hat, der Kopf war starr und taub und der Mund sowieso. Ich habe mal geträumt ich sei durch die Detonation einer Atombombe gestorben. Ich stand da und wurde von der Druckwelle erfasst, wurde kurz herum gerissen und raffte mich sofort wieder auf. Was nun da stand war nicht mehr mein Körper, denn der lag zerstört am Boden. Was da stand war meine Seele, mein inneres Ich, und es begriff sofort dass sein Körper gestorben sei und dass es sich in einer Art Zwischenwelt befinden müsse und mit dem erlangen dieser Erkenntnis machte sich sofort eine friedliche Stille in mir breit. Den eigenen Tod zu akzeptieren und sich auf neues einzulassen, oder sich einfach nur dahin treiben zu lassen befreit. Viel mehr weiß ich nicht mehr davon, aber es war eine interessante Erfahrung. Den schlimmsten Traum den ich bisher hatte, oder zumindest einer aus der Kategorie der mir in Erinnerung geblieben ist, habe ich glaube ich kurz vor der Geburt meines Sohnes geträumt. Ich träumte ich sei gestorben und, jetzt kommt's, Jesus holte mich ab um zu gehen. Ich wollte an sich nicht, beugte mich aber seinem Willen. Ich weiß noch wie wir über moosbedeckte Dächer gingen die alle aneinander stießen, die Kulisse erinnerte mich ein wenig an das alte China und seine Bauten. Ich sah uns aus der Ferne wie wir dort über die Dächer liefen und hörte mich sprechen und weinen. Ich dachte nur, jetzt werde ich niemals meinen Sohn kennenlernen. Danach bin ich weinend aufgewacht. Dann kann ich mich noch an verschiedene Träume aus der Kindheit erinnern, vom fliegen und einem riesen Geldkoffer der nach dem Aufwachen natürlich verschwunden war und so weiter. Darüber nachzudenken ist spannend, vielleicht sollte ich mir ein kleines Buch neben das Bett legen oder meine Träume zukünftig in mein Handy diktieren und sie so quasi haltbar zu machen für die Zukunft.

ein überarbeitetes Bild von mir

Morgen früh soll ich den Großen zum Arzt fahren, er wird dort seine zweite Impfung bekommen. Ich hoffe wir kommen zeitlich gut durch, vermutlich schon. In wenigen Wochen wird seine Schwester ebenfalls soweit sein, dann sind wir alle komplett durchgeimpft. Die vierte Welle ist ja wieder in aller Munde, was zu erwarten war. Das stand bereits im frühen Sommer für mich fest, es ist eben immer das gleiche. Die Gewohnheiten der Menschen, ihr Wesen ändert sich nicht so schnell. Und so wird vermutlich auch das Jahr 2022 noch immer vom großen C-Thema geprägt sein. Neben den aktuellen Schlagworten wie Klimakonferenz, E-Autos und den verdammten Superreichen die keine Steuern zahlen. Versprochen wird immer so vieles, es passiert am Ende aber nur wenig. Alles bereits mehrfach dagewesen, nur die Gesichter ändern sich. Zumindest ist dies die Wahrnehmung der breiten Masse. Ich denke im Kleinen, im Verborgenen, da tut sich vieles. Und Korruption, die gab und wird es immer geben. Nicht dass ich sie akzeptiere oder gar gut heiße. Aber der Mensch ist eben so gestrickt. Und solange Menschen in hohen Gebäuden sitzen und die da unten als dummes Volk betrachten welches ihre Gewinne erwirtschaftet wird sich daran auch nichts ändern. Natürlich sind sie nicht alle so, viele wirken am Guten in der Welt mit. Andere leben einfach in ihrer eigenen Welt die eben nicht von Mangel oder Hoffnungslosigkeit geprägt ist. Solange ich Menschen sehe die selbst für die kleinsten Strecken ihr Auto nehmen sehe ich keine Verkehrswende. Man kann sich viel auf der blöden Politik und den scheiß Konzernen ausruhen. Solange man selbst nicht seinen scheiß Arsch hochkriegt hält man besser die Fresse ehe man von anderen erwartet was man selbst nicht zu leisten bereit ist. Und so gehen wir alle zugrunde, schreiend und mit erhobenem Zeigefinger. Einzig alleine die Vernünftigen werden schweigen, sie werden starr und kalt sein vor lauter Verzweiflung. Hui, da malt aber einer wieder die Welt schwarz. Erstmal was bestellen.

Ich wünsche euch Seelenfrieden. Seid ein Teil des Guten, das genügt um die Welt zu ändern!