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08 November 2021 - BR, Zweizeiler und Eigenbeobachtungen

Die Katze ist aus dem Sack. Auf der BR Sitzung am vergangenen Freitag habe ich auf Nachfrage verkündet mich kommendes Jahr nicht erneut aufstellen zu lassen. Das war mehr eine Bestätigung von Vermutungen. Die Nachfrage kam also nicht unerwartet, die Reaktionen aber waren es. Ich fühle mich bestätigt eine gute Entscheidung zu treffen, auch wenn damit ein wenig Einfluss und Informationsgehalt verloren gehen, aber dafür wollte ich den Job nie machen. Ich scheide nicht verbittert aus diesem Amt aus, mich treiben keine negativen Emotionen zu diesem Schritt. Es gibt einige Dinge mit denen ich mich nicht vereinbaren mag, und daher ist es gut so. Punkt Ende Aus.

Wie bereits erwähnt nehmen wir mit unseren Receiver gerne den ein oder anderen Film auf. Diese werden als Backup auf dem Heimserver gespeichert und sind im internen Netzwerk für alle erreichbar. Keine Sorge, wir teilen unsere Aufnahmen natürlich nicht mit anderen. Jedenfalls werden die Dateien fragmentiert in mehrere Teile auf der Festplatte abgelegt, im ts Format. Um die Dateien zu einer einzelnen zusammenzufügen und die Dateiendung umzubenennen reicht das folgende kleine Skript:

#!/bin/bash
read -p "Titel des Films? " name
cat * > "$name.mp4"
notify-send "$name erfolgreich zusammengefügt!" --icon="/usr/share/icons/Adwaita/48x48/status/dialog-information.png"

Wie man sieht fragt das Skript zunächst wie die Datei später heißen soll, danach fügt es alle mittels cat zu einer einzelnen zusammen, was je nach Größe und Rechenleistung einige Momente dauern kann. Das war schon der ganze Zauber. Werbung die mit aufgenommen wurde schneide ich nicht raus. Man könnte das Skript noch erweitern um als Beispiel Kapitel einzufügen, oder aber die Datei zu komprimieren was in manchen Fällen tatsächlich auch Sinn machen würde. Das brauche ich aber nicht, ich will eine abspielbare Datei die ich damit dann auch habe.

Eine weitere Beobachtung hat mich unzweifelhaft in die Realität zurück geführt. Nämlich die dass heute Montag ist.

Ich war also heute morgen zum ersten Termin beim Hausarzt wegen meinem Asthma. Was da aufgetischt wurde kannte ich bereits, die Ergebnisse wusste ich zum Teil bereits aus Selbstbeobachtungen. Ich bin im Moment ein wenig zu schwer, aber nicht so dass es ernsthaft krank machen könnte. Daran arbeite ich. Der Peak Flow und der Lungenfunktionstest haben gute Werte ergeben, was ich mit meinen körperlichen, aber auch meinen Atemübungen begründe. Ohne Budesonid geht es leider dennoch nicht, spätestens nach zwei Tagen pfeife ich aus dem letzten Loch. Weil mein Hausarzt beim letzten Termin meinte dass ich heute einen neuen machen sollte habe ich keinen Anschlusstermin für den heutigen gehabt, den ich aber nach Ansicht der Arzthelferin direkt heute im Anschluss hätte wahrnehmen sollen um die Ergebnisse der Untersuchung zu besprechen. Die besprechen wir nun also in zwei Wochen. Er wird mir dann sagen dass das alles sehr gut aussieht und das ich zu dem Termin in drei Monaten, den ich heute noch nicht machen konnte da er Ende des Jahres in Rente geht und mit dem Nachfolger noch nicht alles geklärt ist, erscheinen soll. Diesen Termin werde ich am siebten Januar nächsten Jahres abklären, mit dem neuen Hausarzt. Wenn der dann nicht genauso eine Pfeife ist wie der Rest des Teams werde ich gerne mit ihm zusammenarbeiten, ansonsten sehe ich mich nach Ersatz um. Jetzt ist es natürlich nicht nett von mir Menschen ihre ärztliche Kompetenz abzusprechen indem ich sie als "Pfeife" betitele, das stimmt. Allerdings habe ich mit den anderen Ärzten so meine Erfahrungen gemacht und ich denke die hätten besser etwas anderes angefangen. Gut, alle bis auf eine Ausnahme. Es fehlt nach meiner Auffassung das Gefühl für den Patienten, ober man arbeitet zu sehr mit Globulie oder man hat einfach Angst vorm Patienten. Da gibt es einen, ich nenne keinen Namen, über den machen wir uns immer ein wenig lustig. Auch das ist nicht nett, wer sich aber so dämlich anstellt muss mit ein wenig Häme leben können. Ich sage schließlich nicht dass er ein schlechter Mensch ist. Mein jetziger Hausarzt ist da anders, wobei ich glaube dass es junge Ärzte vermutlich auch schwer haben. Die vielen Stunden, jede Menge Patienten, dann den Druck der Kassen obwohl man wirklich gerne helfen möchte. Ja, es gibt auch noch gute Ärzte, den Rest kann ich nicht leiden.

Morgen früh habe ich dann noch einen Termin bei einer wirklich guten Zahnärztin. In der Regel sind meine Kontrollen immer unproblematisch und nach wenigen Minuten ist der Spuck auch wieder vorbei. Im Moment habe ich aber leider unregelmäßig, temperatur- und druckabhängige, Zahnschmerzen. Mein Gebiss ist an und für sich vollkommen wartungsfrei, den letzten Eingriff hatte ich im letzten Jahrtausend als es darum ging die Weisheitszähne zu ziehen. Ich nehme an da nagt der Stein der Zeit, ich habe aber auch schon festgestellt dass ich bei Stress mit den Zähnen knirsche, daher werden die Beschwerden nun kommen. Es ist ein Elend, aber auch das werde ich lachend überstehen. Ich denke einfach an diese Burschen von einst, jene die Kronkorken mit ihren Zähnen abbissen. Wie es diesen wohl heute gehen mag, mit ihren fünften? :D

Eine weitere Beobachtung hat mich unzweifelhaft in die Realität zurück geführt. Nämlich die dass heute Montag ist. Ein grausamer Tag, unter den Deutschen und vermutlich allen anderen Nationen der Welt sehr unbeliebt. Ich tröste mich gleich noch mit einer Tasse Kaffee, dann schwinge ich schon recht bald die Hufe. Ich habe einige Beiträge mit der DLF App heruntergeladen die ich unbedingt bei diesem wunderschönen Sonnenschein im Auto hören möchte. Ich hoffe nur mein Schichtkollege hat sich eine weitere Woche krank schreiben lassen, das wäre wirklich herzallerliebst. Aber ich denke so wird es nicht kommen. Das macht aber auch nichts, noch genau vier Wochen bis zu meinem Urlaub, danach verfluche ich ohnehin die Welt und mache nur was mir gefällt. Bis zum nächsten Jahr, dann dreht sich das Hamsterrad wieder unaufhaltsam weiter.

Ich wünsche euch alles Gute, genießt den Tag und vergesst nicht auf eure Art euch ab und an auch mal etwas gutes zu tun. Da gibts ja so vieles, das Unanständige wirkt aus Erfahrung aber am meisten. Machts gut.