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29 Oktober 2021 - Körper, Gesundheit und Nachtleben

Ich habe heute eine neue CR2430 Knopfzelle für meine Personenwaage gekauft da sie zuletzt nur noch ein, zugegeben ziemlich schmeichelhaftes, "lo" angezeigt hat. Als ich mich dann heute Abend drauf gestellt habe bin ich allerdings fast auf den Arsch gefallen, wirklich. Ich habe natürlich gemerkt dass ich zugenommen habe, dass es so schlimm ist wusste ich aber nicht. Hab mich natürlich direkt komplett nackig gemacht um zu sehen wie schlimm es denn wirklich ist, und ich muss sagen es ist so schlimm. 104.5 kg bringe ich auf die Waage. Soweit war ich zuletzt vor zwei Jahren, danach habe ich dann in 3 Monaten 10kg abgenommen. Fuck. Ich meine, die Welt geht jetzt nicht unter, aber geil finde ich das auch nicht. Schuld ist das Essen. Und das Bier. Und der Bänderriss. Gut dass ich heute morgen schon ein paar Runden auf dem Hof gedreht habe. Das ging so naja, der Fuß ist einfach noch nicht fit. Aber meine Asthma-Lungen haben sich darüber gefreut. Die überschüssigen Kilos sind ein guter Ansporn. Dabei habe ich echt keinen Bock zu fasten. Ich hab schon genug Streß mit meinem Rücken und leider wie gesagt auch mit meinen Lungen. Gewicht spielt bei diesen Faktoren nun mal auch eine Rolle. Einen zusätzlichen Ansporn gesund zu bleiben gibt mir im übrigen auch meine Registrierung bei der DKMS. Vielleicht darf ich irgendjemandem irgendwann mal helfen wieder gesund zu werden, und dazu wäre es halt hilfreich wenn ich selbst nicht aus dem letzten Loch pfeife. Kotzen könnte ich, aber hilft ja nix. Bitte jetzt keine dummen Bulimiewitze. Nein, den Anfang für Gewichtsreduzierung habe ich in den letzten Tagen ohne es zu ahnen ohnehin schon gesetzt. Das mache ich auch irgendwie öfter, verdränge es aber auch wieder da es an sich nie sooo nötig ist. Bei 189cm Körpergröße darf man auch gerne mal 96kg wiegen. Das sind halt 8kg weniger. Ich kann mir allerdings gut vorstellen dass ich morgen früh wieder ein Kilo leichter bin, heute gab es auf Arbeit nämlich Döner. Und da der Lieferant eine Hawaii-Pizza zu viel geliefert hat habe ich mich zum Wohle aller geopfert und die auch noch verputzt. Als ich dann Zuhause ankam gab es noch ein Matjesbrötchen, auf Arbeit noch ein alkoholfreies Radler und auf dem Heimweg noch.... ich bin echt ein verfressenes Schwein. Ist halt leider auch geil, und wenn Übergewicht nicht ernstzunehmende gesundheitliche Probleme nach sich ziehen könnte und wir dadurch nicht unseren Planeten und die Lebensgrundlage zerstören würden würde ich jedem zu exzessiven Fressorgien raten. Einfach weil's geil ist und schmeckt. Gut dass ich die Tage noch leckere Gala Äpfel beim Obstbauern meines Vertrauens gekauft habe, die werden mir helfen die harten ersten Tage zu überstehen.

Es gibt noch etwas, etwas erfreuliches, dass ich heute festgestellt habe. Und zwar sagt mir meine Statistik dass ich in diesem Jahr, welches ja so gut wie am Ende ist, gerade mal 10075km gefahren bin, was fast komisch ist. Ich werde also noch in etwa 1500km maximal drauf hauen. Meiner Versicherung habe ich aber 20000km gemeldet. Da lassen sich vielleicht noch ein paar Euro's raus schütteln. Wenn überhaupt wird es nicht viel sein, Kleinvieh macht aber auch Mist. Die Statistiken die ich da führe sind wirklich praktisch, und die werden um so besser wenn man sie auch sauber führt. Scheiße, das ist nicht mein Tag. Ich habe gerade dank meiner super Statistik festgestellt dass ich mit dem aktuellen Satz Reifen schon 12950km runter geputzt habe, seit Ende Januar. Hö? Wer findet den Fehler? Gott, manchmal... Die Formel die den Gesamtwert der gefahrenen Kilometer erfasst hat sich bei früheren Anpassungen der Tabelle nicht mit angepasst, und mich um 4220km beschissen. Es sind also 14295km, und nicht 10075km. *kopf-tisch-platte* Also vergessen wir mal das Kleinvieh, kann ich eh nicht leiden. Zumindest passt der neue Wert zu meiner gefühlten Einschätzung.

Sein sanftes Rot mischte sich mit dem Nebel und ließ die Konturen der Felder und Bäume verschwimmen und erzeugte ein unbeschreiblich schönes Bild.

Vor kurzem habe ich Feeder von meinem Smartphone verbannt. Seit der neuen Version läuft die an sich gern genutzte App grauenhaft langsam, brauchbare Alternativen habe ich keine gefunden. Ich habe die Gelegenheit beim Schopf gegriffen und von den wenigen wirklich wichtigen Seiten Lesezeichen im Browser gesetzt und auf dem PC Liferea installiert. Es ist jetzt ja nicht so dass sich stündlich etwas ändern würde, so hält auch der Akku meines Smartphones etwas länger. Als weiterer Vorteil verschwindet auch der Drang regelmäßig zu schauen ob es etwas neues gibt. Mit Liferea rufe ich nun diverse Blogs ab, die sich am Rechner sowieso bequemer lesen lassen. Leider leider muss ich im Moment feststellen dass da nicht viel kommt, was nicht zu ändern ist mich aber trotzdem etwas betrübt.


Inzwischen sind wir schon einen Tag weiter, es ist Freitag um kurz nach neun. Ich war heute morgen bereits bei meinem Hausarzt um mich für ein Asthma Programm anzumelden welches die gesetzlichen Krankenkassen anbieten. Um auf den neuesten Stand zu kommen haben wir einen Allergietest gemacht. Dabei kam an sich nichts neues heraus, ich reagiere nach wie vor sehr stark auf Gräser, und nur leicht auf verschiedene Baumsorten. Das ist ein positives Signal, denn immerhin sind keine neuen Allergien dazugekommen und ich muss mir erstmal keine Gedanken über deren Vermeidung machen. Am achten November geht es weiter mit verschiedenen Tests. Nüchtern soll ich erscheinen, soviel weiß ich schon einmal. Im Abstand von drei Monaten soll mein Gesundheitszustand überprüft werden um festzustellen ob die Medikamente richtig eingestellt sind und ob ich gut zurecht komme. Wenn sich keine Auffälligkeiten ergeben kann man die Tests auf zweimal im Jahr strecken. Viel verspreche ich mir davon zunächst nicht, aber wer weiß schon was es mir bringt. Die Problematik wird schließlich nicht besser. Bis vor einem Jahr hatte ich diese Probleme gar nicht, nicht in der Form. Ich konnte mich darauf einstellen zwischen Mai und Juli allergische Beschwerden zu haben die mal mehr, mal weniger stark ausgeprägt waren. Letztes Jahr wurden die Beschwerden schlimmer und gingen soweit dass ich auf der Arbeit von einem Krankenwagen abtransportiert werden musste. Ich habe auch nicht unbedingt Lust für den Rest meines Lebens Cortison inhalieren zu müssen. Den Weg gehe ich jetzt und schaue wohin er mich führt. Ich sehe bereits wieder die Schlagworte "Gesunde Ernährung" und "Ausreichend Bewegung" vor meinem inneren Auge. Dabei fällt mir ein dass gerade das Cortison ein Grund für meine starke Gewichtszunahme sein könnte. Da ich zweimal am Tag inhalieren muss kann ich das nicht ausschließen. Ein Grund mehr die Augen offen zu halten und genau Buch zu führen.

Im Moment höre ich wieder sehr gerne Slipknot, mag sein dass es an der Jahreszeit liegt dass die Melodien meine dunkle Seite im Moment so stark ansprechen. Nicht dass ich schlecht gelaunt wäre oder ernsthaft selbstzerstörerisch, aber das Feuer brennt noch immer und im Moment noch ein bisschen stärker als sonst. Nur dass es mich im Gegensatz zu früher nicht verbrennt, da habe ich mich oft gerne mitreißen lassen. Ich fühle mich lebendiger, bewusster, laute Krachmusik macht einfach gute Laune und setzt in mir positive Energien für den Tag frei.

Zur Zeit liegt die Welt morgens im Nebel was ich ziemlich schön anzusehen, sogar romantisch finde. Als ich heute gegen halb acht zum Arzt gefahren bin stieg wie immer das erste Tageslicht noch ganz schwach hinter der Baumgrenze auf. Sein sanftes Rot mischte sich mit dem Nebel und ließ die Konturen der Felder und Bäume verschwimmen und erzeugte ein unbeschreiblich schönes Bild. Hätte ich die Kamera dabei gehabt hätte ich die Szenerie festgehalten, und wäre sicher kläglich gescheitert. So etwas kann man bildlich nur schwer festhalten, die Emotionen bleiben mit diesem Moment verbunden und verschwinden gleichsam mit dem Nebel. Als ich dann durch Büchenbeuren fuhr war ich wieder sehr geflasht wie eng die Hauptstraße sich auftat zwischen der Wand aus Nebel die von dunklen Häuserfronten und den Lichtkegeln der nur schwach durchdringenden Straßenbeleuchtung durchbrochen wurde. In solchen Momenten würde ich gerne die Zeit anhalten können um darin zu verweilen und ihn vollends ausschöpfen zu können, ihn wieder und wieder zu erleben und mich an der Schönheit und der Kraft der Natur zu berauschen. Das war ein sehr friedliches Bild und zeigt die bekannte Welt aus einem völlig anderen Blickwinkel was ich wirklich sehr genieße. So wird es Menschen gehen die Nachts die Welt durchstreifen, wie etwa Michael, der während seiner Streifzüge den Zauber von vermeintlich Altbekanntem aufdeckt, befreit von der Hast und Hektik des Tages. Lasst euch gerne darauf ein.

Wie immer, die Zeit. Ich wünsche euch alles Gute, fangt euch noch ein paar Sonnenstrahlen ein.