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Ein Säckel voller Geschichten

13 Oktober 2021 - Gedanken, Pauline und Bloggen

Müde, so hätte ich heute Mittag noch meinen Gemütszustand umschrieben. Die ausheilende Freck nimmt mir hier und da ein wenig den Atem, das ist aber nichts was sich nicht mit etwas frischer Luft kurieren ließe. Schlimmer ist immer was besagte Erkrankung mit dem Kopf anstellt. Der starke Schwindel am Anfang ist das eine, fast ekliger finde ich aber die Abgeschlagenheit und den Nebel im Kopf. Ich werde aber nicht klagen.
Das Stichwort frische Luft lässt mich zu dem Spaziergang kommen den ich heute Mittag mit den Kindern unternommen habe. Das war jetzt keine große Strecke, im ganzen etwas mehr als ein Kilometer. Das reicht vollkommen um meine immer noch schlaffe rechte Wade zu ermüden. Immerhin, mein Sprunggelenk gewinnt zunehmend an Freiheit zurück. Ich kann den Fuß zwar noch immer nicht wirklich frei drehen und beim Treppen herab steigen mache ich keine wirklich gute Figur, aber es wird. Wenn ich dann demnächst mal wieder geschlossene Schuhe tragen könnte wäre ich auch für den kommenden Herbst gewappnet. Alles hat seine Zeit.

Der letzte Beitrag ist gute fünf Tage alt. Das hat jetzt nicht etwa damit zu tun dass mir nichts einfallen würde. Zu erzählen habe ich eigentlich immer irgendwas, auch wenn es nach Aussage gewisser junger Familienmitglieder oft nur dummes Zeug ist. Die werden sich noch wundern, ich sage nur Auszug und so. Ganz untätig war ich dennoch nicht. Zum Beispiel habe ich die Linkempfehlungen um ein paar neue Einträge erweitert. Dann bin ich heute noch auf die unglückliche Formulierung zur Kommentarfunktion aufmerksam gemacht worden, ich hoffe die neue ist besser.

Gelber Sonnenhut

Dann gibt es da noch einige Dokus die ich gemeinsam mit meiner Frau gesehen habe. Besonders berührend und auch erschütternd fanden wir die Geschichte von Pauline. Die in der ARD Mediathek abrufbare dreiteilige Dokumentation handelt von der vier Jahre alten Pauline die an einem unheilbaren Hirntumor erkrankt und bereits nach kurzer Zeit verstirbt. Wir begleiten neben Pauline selbst auch ihre Schwester Edda, Mutter Julia und Vater Simon und weitere bei dieser Reise mit vielen Höhen und Tiefen. Das ist natürlich der absolute Albtraum für alle Eltern. Und doch nimmt man auch etwas positives, wenn es denn so etwas in einem solchen Fall überhaupt geben kann, mit. Ich bewundere die Familie für ihre Stärke, für ihre unendliche Liebe und den festen Willen Pauline bis zum Ende zu begleiten. Das Geschehen ist so ergreifend dass auch ich ein paar Tränen vergossen habe. Schaut es euch gerne an. Ich möchte abschließend noch sagen dass ich der Familie alles erdenklich Gute wünsche, und ich hoffe dass euch noch viele Luftballons zukommen werden die euch Hoffnung und Kraft geben wenn ihr sie braucht. Sie werden das zwar nie lesen, ich denke es kann trotzdem nicht schaden sein Mitgefühl, aber auch seinen Respekt auszudrücken.

Wie ein Wink mit dem Zaunpfahl habe ich dann auf verschiedenen Kanälen von völlig unterschiedlichen Menschen annähernd gleiche Aussagen aufgeschnappt die sich in etwa mit meinen eigenen Gedanken deckten. Es ging hauptsächlich ums bloggen, um die Freiheiten die man damit erlangt oder wie deren Inhalte auszusehen haben. Das muss letzten Endes jeder für sich selbst entscheiden. Mein Blog ist noch sehr jung, und in eine Zeit geboren in der (a)soziale Medien eine große Rolle spielen. Ich finde davon sollte man sich nicht entmutigen, sondern ganz im Gegenteil sogar ermutigen lassen. Viele werden mir jetzt recht geben mit meiner Behauptung dass ein Blog uns von den vielen Zwängen befreit die große Portale mit sich bringen. Man hat vor allen Dingen Zeit Gedanken im Detail aufzudrösseln und sich ganz unaufgeregt mit deren Botschaft auseinander zu setzen. Ein guter Blogbeitrag kann viel mehr Inhalte aber auch Gefühl vermitteln als ein limitierter Post es in Portal X jemals könnte. Der Betreiber hat die Möglichkeit seine Persönlichkeit darin zu entfalten, sich neu zu entdecken und dazuzulernen. Ein Blog kann, muss aber nicht zwingend politisch sein. Der eigene Blog muss auch die Welt nicht retten, aber er kann sie bereichern. Letzten Endes geht es um Austausch, darum mit Herzblut an einer Sache dran zu bleiben die einem wichtig ist. Wenn ich mal wieder zweifle weil ich wieder irgendeinen Mist verzapft habe rufe ich mir immer ins Gedächtnis dass es einen Menschen gibt der meine Beiträge regelmäßig und auch gerne liest. Diese Person gibt es bestimmt, und ich freue mich wenn sie Freude daran findet diese Zeilen zu lesen und mal für einen kurzen Moment einfach nur abzuschalten. Sich daran zu erfreuen dass es jemanden gibt der ähnliche Interessen oder Gedanken hat, der sich selbst nicht so ernst nimmt und Spaß daran hat Inhalte auf diese Art und Weise zu teilen. Ich kann nur jeden ermutigen selbst einen Blog zu starten. Habt Selbstvertrauen, auch ihr habt eine Geschichte die erzählt werden will. Und mal ganz im Ernst, die anderen kochen auch nur mit Wasser.

So, für heute ist mal genug. Es gibt zwar noch einiges anderes was ich sagen möchte aber das hebe ich mir mal ganz frech für später auf. Ist mein Blog, ich darf das. Noch schnell ein Bildchen raus suchen, hochladen und noch lecker Bierchen trinken. Alkoholfrei versteht sich. ich lade euch gerne ein. Also, digital, bei euch Zuhause. Ihr wisst schon wie ich das meine. :D


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