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Ein Säckel voller Geschichten

02 Oktober 2021 - Kalte Dusche, Netzwerk und Mediathekview

Gestern war ich also bei meinem Hausarzt. Der hat mir an sich nichts neues erzählt. Nur dass ich locker mit 4 Wochen rechnen kann bis der Fuß wieder heile ist, dass er nix für mich machen kann weil das ja ein BG-Fall ist und dergleichen mehr. Auf meinen Hinweis, dass ich nur da bin weil der Arzt zu dem ich eigentlich mit dem Fuß wollte mir gesagt hat das ich eine Überweisung brauche meinte er nur dass das Quatsch sei. Solche Überweisungen gäbe es nicht (mehr). Toll dass man als Patient immer so kompetent beraten wird. Muss ich sowas wissen? Woher denn? Der Arzt hat mir noch den Hinweis gegeben, ich solle sofort sagen dass es sich um einen Arbeitsunfall handele, dann würde gleich reagiert. Ja, das habe ich bisher bei jedem Anruf getan. Naja, jedenfalls habe ich dann bei einem anderen Arzt angerufen, ihm genauso wie den anderen beiden erzählt dass ich einen Arbeitsunfall hatte und Zack, habe ich Montag Morgen um Neun Uhr einen Termin. Guck, geht doch. Das da jetzt anscheinend beim letzten Mal in der Kommunikation was schief gelaufen ist kann ja mal passieren. Ich nehme an dort wird man mir ohnehin das gleiche erzählen wie ich es nun schon in zweifacher Ausführung gehört habe. Fuß hoch lagern, kühlen, nach Schmerzempfinden belasten. All das tue ich bereits, es braucht einfach Zeit und auch den Willen dass der Körper wieder gesundet. Also übe ich mich weiterhin in Geduld, wie die letzten Neununddreißig Jahre, wird schon werden. Wer mal einen kurzen Zwischenstand braucht, kann hier mal schauen. Die Farben variieren übrigens. :D

Was der Fuß besonders gerne mag ist zum Beispiel eine kurze kalte Dusche. Gerade am Morgen nach dem Aufstehen ist das eine besondere Wohltat, und es lindert den ersten Schmerz. Das tue ich dann noch 2-3 mal über den Tag verteilt. Immer nur kurz, höchstens eine Minute. Das Wasser sollte so kalt sein wie die Leitung es nur hergibt. Am Fuß angefangen über alle Seiten des Unterschenkel bis zum Knie hin. Das leidet nämlich auch ordentlich mit. Der Meniskus begrüßt diese Behandlung, und stellt dankend sämtliche Beschwerden für's Erste ein. Ich spüre dann immer ein wohltuendes, entspannendes Zucken besonders in Wade und Fuß. Meine Muskeln sind aber ohnehin ein Sonderfall und verlangen nach Penetration. So behandelt lässt es sich aushalten, weshalb ich auf Schmerztabletten weitestgehend verzichte.
Spartipp: Den Wasserhahn nur leicht öffnen, wir wollen möglichst sorgsam mit kostbaren Trinkwasser umgehen.

Farn an einer Mauer. Im Hintergrund Gras und Bäume und ein mit Schiefer beschlagenes Haus

Seit wenigen Tagen fange ich auch wieder mit Übungen an. Hauptsächlich erst einmal Radfahren auf dem Rücken. Das sorgt für eine gute Durchblutung, nimmt den Druck aus dem Fuß und hilft gegen den Bluterguss. Dadurch fühle ich mich auch mental besser, weil ich mich etwas auspowern kann ohne danach gleich wieder Schmerzen zu haben. Ich muss mich auch bewegen, schließlich habe ich bisher nicht eine Thrombose Spritze gesehen, und ich möchte vermeiden eine Thromboembolie zu entwickeln und so grauenhaft zu ersticken wie es einem Kollegen einst passierte. Das man solche Spritzen nicht bekommt ist im übrigen gar nicht unbedingt unüblich. Ich wüsste davon gar nichts, wäre ich nicht von mehreren Seiten darauf angesprochen worden. Meine Recherche ergab, vereinfachter Wortlaut, dass man Spritzen nur bekommt wenn man sich wirklich gar nicht mehr bewegen kann. Da ich mir ja ganz gut zu helfen weiß und auch versuche mich ausreichend zu bewegen sehe ich da erstmal kein Problem. Das spreche ich am Montag aber auch noch einmal an. Heute Mittag dann werde ich mal schauen welche Yoga Übungen mit Bänderriss möglich sind. Ich denke auf dem Stuhl sitzend oder an einem Tisch abstützend kann man da schon vieles machen. Zudem noch ein paar Übungen mit den Hanteln und ihr werdet sehen, rucki, zucki bin ich wieder auf den Beinen.

Habe ich schon erwähnt das Shotwell mich ärgert? Seit heute teste ich gthumb. Fand ich nie richtig ansprechend, mal schauen ob sich das jetzt ändert.

So, die Chefin ist mit den Brötchen zurück. Ich habe gestern die Kaffeemaschine gereinigt, der Kaffee wird also schmecken wie der Saft aus dem Lustbrunnen der... na ihr wisst schon. Da freue ich mich ganz besonders drauf.

So, da bin ich wieder. Den Standort des Routers zu wechseln und den Switch dazwischen zu klemmen war im übrigen eine dufte Idee. Ich fange immer leicht an zu sabbern wenn ich sehe wie schick der Datendurchsatz zum Heimserver ist. Der liegt zwischen 80-100MB/s was ja mal eine ordentliche Steigerung zu den 11MB/s mit dem blöden Pi war. Das lag aber am Pi selbst und weniger am Netzwerk, letzteres läuft nun wie erhofft stabil. Auch habe ich mir die Einstellungen in den Fritzen noch einmal genau vorgenommen, aber nicht wirklich etwas gefunden was grundlegend falsch konfiguriert war. Meinen Fehler in der Konfiguration von saned habe ich ja inzwischen auch beseitigt, der Scanner ist wieder lieb und brav und rucki, zucki im Netzwerk erreichbar.

Der neue Heimserver verrichtet ganz entspannt und fast geräuschlos seinen Dienst, da gibt es nichts zu meckern. Worüber ich mir bei seiner Anschaffung zugegeben keine Gedanken gemacht habe war CEC. Also die Technik welche es ermöglicht einen Rechner, oder besser eine Software, per Fernbedienung am Fernseher zu steuern. Beim Pi geht das, die Grafikkarte dieses Rechners kann es leider nicht. Das wäre schön gewesen, aber da sich eine Bluetooth Maus in meinem Sammelsurium befindet bin ich was das angeht fein raus. Aber wisst ihr was, eigentlich ist die Maus auch Overkill. Denn um Filme zu starten reicht an sich ein Smartphone, oder ein Tablet, und ein SSH Zugang den man mittels Connectbot leicht einrichten kann. Mit dem Befehl:

DISPLAY=:0 vlc datei

kommt man also auch ohne viel grafisches Gemenge in den Genuss von Heimkino. Weiterer Vorteil: den Rest der Zeit kann ich die grafische Oberfläche einfach killen. Das spart Strom und Ressourcen.

Wenn man nun auf Debian setzen und dennoch Kodi nutzen möchte braucht man neben Kodi zumindest das Paket kodi-repository-kodi aus den Debian Quellen. Damit lässt sich auch das deutsche Sprachpaket installieren. Das Add-On Mediathekview, welches aus Gewohnheit immer mit an Bord war lässt sich leider nicht installieren. An dieser Stelle soll nicht unerwähnt bleiben das Debian mit Kodi einen eigenen Weg geht, dazu findet sich reichlich Lesestoff im Internet. Das hat seine Gründe, wer A sagt muss auch D sagen. Demjenigen der auf Mediathekview nicht verzichten mag kann geholfen werden, denn es befindet sich in den Quellen und kann somit als separate Anwendung installiert werden. Klar, ist ein Workaround. Wer A sagt und so...

Es ist also alles drin von Rustikal bis zum Wunschlos-Glücklich-Paket, man muss eben nur wissen was man will und den Weg zum Ziel kennen. Meinen Ansprüchen genügt Rustikal, daher stecke ich keine weitere Arbeit rein. Die Zeiten dass ich tagelang recherchiere nur um irgendwas hinzubiegen auf das ich am Ende eigentlich auch verzichten könnte ohne einen schweren Verlust hinnehmen zu müssen sind definitiv vorbei.

So, genug getippselt für heute. Ich wollte zwar noch irgendwas erzählen, aber was war das denn noch gleich? Außerdem kann ich nicht mehr am Tisch sitzen, ich muss ins Bett. Den Fuß hochlagern, nen Film schauen. Habt es gut, ich wünsche euch ein entspanntes Wochenende!


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