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Ein Säckel voller Geschichten

28 September 2021 - Netzwerken, Füßeln, Kühlen

Heute ist der erste Tag an dem ich mich traue den Fuß wieder etwas zu belasten. Ich wache noch immer mit Schmerzen auf und muss sofort kühlen, aber ich bekomme immer mehr das Verlangen zu laufen und fit zu werden. Das geht so naja, schon nach wenigen Schritten ist wieder Schluss weil er sofort schmerzt. Ist also erstmal noch Essig mit Laufen. Aber immerhin, die ganzen großen Schmerzen sind weg, zwischenzeitlich habe ich auch den Eindruck dass die Schwellung etwas nachlässt. Ich habe noch nicht mitgezählt, aber ich denke über den Tag verbrauche ich etwa 5-6 Kühlakkus, bis ich wieder richtige Sprünge mache dauert es also noch etwas.

Mit Hardware bin ich im Moment auf Kriegsfuß. Ich weiß nicht was ich dem Universum getan habe, aber mir stirbt laufend was weg. Der neulich aufgesetze Heimserver machte gestern Morgen plötzlich Mucken. Meine Vermutung ging zuerst in eine andere Richtung, da auch eine Störung unseres Internetanschluss vorlag. Die Verbindungen kamen logischerweise nicht oder nur sehr langsam zustande. Da dachte sich der grade mal etwa 11 Jahre alte Laptop wohl dass die Gelegenheit ein guter Moment sei um mir nichts dir nichts zu sterben. Nichts passierte mehr. Oook, dann halt eben nicht!

So, dann nebenbei eben mal < noch schnell :D > die Pi's upgraden. Tja, was soll ich sagen, Paketverwaltung kaputt. Bei beiden. Danke. Und dabei habe ich keine Fremdquellen oder anderen exotischen Kram hinzugefügt. Da dürfte es Raspbian nicht anders gehen als Debian, dort war ein einfaches Dist-Upgrade von Buster auf Bullseye nämlich auch nicht möglich. Zumindest nicht bei mir, und bei mir hat das bisher eigentlich immer geklappt. Im Hinterkopf wächst mir schon der Mittelfinger, und derbe Verwünschungen machen sich in meinen Gedanken breit und für einen kurzen Moment muss ich mich echt zurück nehmen nicht die ganze verdammte scheiß Technik aus dem Fenster zu werfen und ein neues Leben in der Steinzeit zu beginnen.
Randnotiz: Manchmal löst man mit Technik Probleme die man ohne Technik gar nicht hätte. Ohne wäre es aber auch irgendwie langweilig.

Mohn

Aufgeben ist jetzt halt nicht so mein Ding, und irgendeinen Grund hat es ja auch dass all das passiert. Also habe ich etwas Geld in die Hand genommen und einen neuen gebrauchten Rechner gekauft. Man sollte nun meinen ich könnte verstehen warum Menschen neue Hardware kaufen, dem ist aber nicht so. Immerhin bin ich damit bisher immer gut gefahren. Der neue gebrauchte ist also unterwegs. Bei diesem Händler werde ich aber nicht mehr kaufen, auch wenn ich mit der Ware an sich gute Erfahrungen habe. Was die einem aber an Tracking und X-Dritten zumuten damit der ganze scheiß Bestellvorgang überhaupt funktioniert... Nein, es gibt Mittel und Wege und ihr verdient an mir kein Geld mehr. Selber schuld.

Das gute ist, wenn der neue Alte mal da ist, dass ich gleichzeitig einen weiteren pi in die Rente schicken werde. Wieder Platz, Kabel und Nerven gespart. Der neue alte und auch hoffentlich stabile und lang lebende Heimserver wird dann die Aufgaben des Pi übernehmen. Ich verpasse ihm eine grafische Oberfläche, und schon können wir darauf schick mit Kodi in Mediatheken stöbern oder Receiver Aufnahmen schauen. Ich sag nur Zampa... Zempere.. irgendwas mit Italienisch und Musik.

Unsere Fritzbox(en) 7530 haben auch ziemlich lange mit häufigen WLAN Instabilitäten genervt. Nach einem Tipp eines Mastodonten habe ich die Verkabelung am Anschluss überprüft und festgestellt das die Drähte ein wenig aus der Dose rausstanden, ohne Isolierung. Das ist eine mögliche Fehlerquelle. Ich konnte aber noch eine weitere Fehlerquelle lokalisieren, den mit dem Desktop Rechner hatte ich an sich nie Verbindungsprobleme. Was ich festgestellt habe ist, dass die Smartphones eine viel bessere Verbindung haben seitdem wir Blokada durch DNS66 ersetzt haben. Das kommt mir grade recht da Blokada mir eh unsympathisch wurde. Einen Nachteil den man hinnehmen muss ist der, dass DNS66 nicht anzeigt welche Verbindungen es durchlässt und welche es blockt. Zumindest Zuhause kann ich aber mittels Dnsmasq schauen was da noch durchgeht und die Filterlisten erweitern.
Fazit: DNS66 lässt sich nicht so umfangreich konfigurieren wie Blokada, dafür wird die WLAN Verbindung deutlich stabiler. Was es nicht alles gibt.

Das löst aber nicht die Probleme die unsere PS4 immer wieder hat. Die nörgelt ständig herum es sei kein Netzwerkkabel vorhanden. Artikel zu dem Thema gibt es im Internet reichlich. Das Problem hoffe ich mit folgendem zu lösen, dabei schlage ich gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Ich habe einen Switch von TP-Link bestellt. Die Fritzbox, welche momentan im Schlafzimmer hängt und als Mesh-Repeater agiert, hänge ich in den Flur. Somit ist sie drei Meter näher, und eine Wand und einen Schrank weniger entfernt vom Mesh-Master. Der neue Switch landet an ihrer Stelle im Schlafzimmer und verbindet den Desktop-Rechner und den neuen Heimserver mit der Fritze im Flur. An die Fritze schließe ich dann die PS4 an. Ich werde es zunächst mit einem anderen LAN Kabel versuchen. Sollte sich zeigen dass die Probleme bleiben sollte die bessere WLAN Verbindung ausreichen. Gleichzeitig sollte die obere Etage eine bessere WLAN Abdeckung bekommen da die Zweitfritze zentraler positioniert wird. Es wird sich zeigen wie wir am Ende damit fahren.

Das alles liest sich vielleicht etwas kompliziert, ist im Grunde aber völlig simpel aufgebaut. In unserem Mesh befinden sich zwei Mesh-Repeater (7530 und 7430) die mit dem Mesh-Master (7530) via WLAN verbunden sind. Alle teilen die gleichen Einstellungen, es werden zwei Funknetze angeboten. Ein 2.4 GHz (Autokanal) und ein 5 GHz (Kanal 36) Netz. Diese beiden Netze sind namentlich getrennt um Probleme zu vermeiden. Ich hatte es auch schon anders herum versucht, das klappte aber nicht immer. Egal, es funktioniert. Alle WLAN-fähigen Geräte können sich nach Bedarf in beide Funknetze einwählen.
Bisher war es so dass der 7530 Mesh-Repeater im Schlafzimmer zwei Pi's, einen Rechner und eine PS4 im Flur per LAN mit dem Netzwerk verbunden hat. In Zukunft wird der Mesh-Repeater im Flur hängen und per LAN (optional WLAN) die PS4, und mittels LAN über einen Switch meinen Rechner samt Heimserver ins Netz lassen. Das ist alles nicht kompliziert, ich vermute mal das ist fast der deutsche Standard.

Man sollte meinen das es kein Problem sein sollte ein Netzwerk auf diese Weise aufzubauen, aber immer steckt der Teufel in den Details. Vielleicht mache ich auch was falsch, ich wüsste aber nicht wo. So kompliziert ist der Aufbau nun auch wieder nicht. Ein wenig schließe ich mich manchen Rezensionen an die sagen das die AVM Qualität nachgelassen hat. Denn dieses Theater mit WLAN Instabilitäten und hast du nicht gesehen zogen erst mit der 7530 ins Haus. Mit der 7430 gab es das einfach nicht. Auch meine Schwägerin hat seit dem Wechsel zu einer 7530 die gleichen Probleme, ohne viele Endgeräte zu betreiben. Jetzt ist es natürlich leicht mit dem Finger auf AVM zu zeigen. Die bauen Geräte ohne die Rahmenbedingungen in jedem Haushalt zu kennen. Die Software ist ja auch schick, es kommen regelmäßig Upgrades und so weiter, alles fein. Und doch hat sich die Sache in den letzten beiden Jahren verkompliziert. Natürlich kommen auch immer mehr Geräte dazu, unsere Familie wächst schließlich. Und ich kann von mir nicht behaupten besonders tief in der Thematik drin zu stecken, also Fair bleiben. Was ich tue ist Geräte mit den angebotenen Bordmitteln zu verbinden, und größtenteils klappt das auch hervorragend. Dennoch, ein Geschmäckle bleibt und ich hoffe mit dem veränderten Aufbau in Verbindung mit DNS66 endlich Ruhe ins Netzwerk zu bringen. Wer hier aber regelmäßig mit liest weiß das im Moment irgendwie der Wurm drin ist.

Sollen/wollen wir über die Wahlen sprechen? Ach weißte.... Laut dem SWR war die Wahlbeteiligung in Lötzbeuren nicht so dolle, gerade einmal 36%. Davon fallen 15 Stimmen auf die AFD, und sogar eine Stimme auf die NPD. Fast schlimmer als diese Nazis (sorry dass ich euch so vorverurteile, so ist das eben wenn man eine Partei wählt der Menschen angehören die man offiziell Faschist nennen darf) finde ich die schlechte Wahlbeteiligung. Wer uns wie in Zukunft "regiert" wird sich zeigen. Ich bin einer dieser Deppen die sich für Politik im Detail wenig interessieren. Es ändern sich nur die Namen, es kommen ein paar neue Stühle hinzu, die Probleme bleiben die gleichen. Anpacken muss man die, und dann müssen alle mitziehen. Klingt vielversprechend.

Beim Blick auf mein Smartphone wurde mir gerade offenbart, der Switch ist da. Den schließe ich jetzt natürlich an und schaue was es bringt. Humpelnd, auf einem Bein stehend, mit Krücken. Irgendwie. Das wird interessant. Habt einen Guten, ich wünsch euch was.


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