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Ein Säckel voller Geschichten

20 August 2021 - Quarantäne Tag 5

Inzwischen läuft es besser mit meinem geliebten Debian, auch wenn ich heute Morgen einen Neustart machen musste da nichts mehr ging. Mag sein es fehlen hier und da eventuell Pakete, da ich immer nur Minimalinstallationen mache. Das klingt aber an sich wenig plausibel, das System bietet sie immerhin an also muss es damit klarkommen. Soll heißen, Funktionen mögen fehlen, aber Stabilität sollte dennoch gewährleistet sein. Man hat aber auch schon Pferde kotzen gesehen. Wenn ich an meinen Umstieg auf Buster zurückdenke, da lief im Nachhinein auch nicht sofort alles wie gewünscht, und in Bullseye ist doch einiges neues mit eingeflossen. Wenn es so bleibt wie es jetzt ist, bin ich zufrieden.
Immerhin habe ich es heute morgen sogar geschafft meinen Scanner wieder zum Leben zu erwecken. Der Fehler war der gleiche wie beim letzten Mal, ich habe mich einfach nicht daran erinnert. Das zeigt wieder einmal, solche Aufgaben immer nur mit wachem Kopf angehen, nicht Nachts. Damit scanimage -L den Drucker listet, muss man die VendorID in /lib/udev/rules.d/60-libsane1.rules eintragen. Das ganze sieht in meinem Fall dann so aus:

ATTRS{idVendor}=="03f0", MODE="0664", GROUP="scanner", ENV{libsane_matched}="yes"

Zusätzlich, nicht unbedingt notwendig, habe ich noch einen Eintrag in der /etc/sane.d/saned.conf hinterlegt:

Den Eintrag nicht setzen, siehe unten.

usb 0x03f0 0xe111

Die Werte liefert lsusb. Zack, wie von Zauberhand kann man wieder über das Netzwerk scannen. Geht doch. Im Moment sind die Zugriffszeiten noch recht hoch. Zwar habe ich auf dem pi UND dem Clienten in der /etc/sane.d/net.conf einen connect_timeout von 5 eingestellt, die Wartezeit bis xsane den Scanner listet beträgt aber locker 20 Sekunden. Hab noch nicht gemessen, der Sache komme ich aber auch noch auf den Grund. Manchmal kann man an Technik wirklich verzweifeln, weil in der Regel dann Probleme auftreten wenn man diese überhaupt nicht gebrauchen kann. Echt nicht. Um in Zukunft nicht mehr wie der Ochs vorm Berg zu stehen, habe ich diesmal sofort einen neuen Eintrag in Zim angelegt.

Am Pi startet inzwischen meine Debian Installation von einer SSD die ich mittels eines USB Adapters angeschlossen habe. Man merkt an einigen Stellen doch einen Unterschied zu den SD Karten, wobei ich darauf geachtet habe, immer nur schnelle Karten zu kaufen. Das wichtigste aber ist, das System läuft endlich wieder stabil. Dnsmasq macht seinen Job, es wird fein gefiltert und alles ist schick. Es braucht noch ein wenig Feintuning an einigen wenigen Stellen, inzwischen bin ich dann aber doch sehr zufrieden. Die Filterlisten könnte ich mal wieder überarbeiten. Da sind einige Schrotteinträge drin, da werde ich mal dran gehen wenn ich Lust und Laune habe.

Ich gestalte nach wie vor meinen Zwangsurlaub sehr konstruktiv. Nachdem wir gestern das Zimmer meines Sohnes größtenteils fertig gestellt und er es bezogen hat, gönne ich meinen Knochen heute mal eine Auszeit. Eine kleine zumindest, denn ganz faul sein möchte ich dann doch nicht. Die Arbeiten sind wie gesagt noch nicht abgeschlossen. Es wurde aber Zeit dass unser Sohn wieder nach Hause kommt. Die letzten Fünf Wochen hat er bei der Oma geschlafen, das taugt aber auf Dauer nichts. Dort kam er ewig nicht aus dem Bett. Ich habs zwar jeden Tag angemahnt, das Leben bei der Oma ist aber doch ein anderes. Und siehe da, heute morgen war er bereits um kurz vor Sechs wieder wach. Da hat einfach das Zuhause, und ein geregelter Ablauf gefehlt. Und der Pittelkater freut sich auch dass seine feste Bezugsperson wieder Zuhause ist. Und das noch mit einem tollen kuscheligen Bett, was braucht Kater mehr? :) Weil der Sohnemann so gut mitgearbeitet hat, habe ich ihm für heute ordentlich Spielzeit auf der Konsole eingerichtet. So handhaben wir das als Eltern. Bringst du dich ein, gibt es Extras. Bist du faul, bekommst du das Basispaket. Das bedeutet nicht dass unsere Kinder wie Maschinen funktionieren müssen, sie sollen aber lernen dass von Nichts Tun auch nur Nichts kommt. Mit diesem Konzept fahren wir in der Regel sehr erfolgreich.

Das Bett aufzubauen hat mit beiden Kindern gemeinsam sehr gut funktioniert. Ich musste innerlich immer wieder grinsen, da beide natürlich immer wieder flappsig wurden und viel rumgeblödelt haben. Wenn aber jeder seine Aufgabe hat, und man Geduld mitbringt, wird das eine super Geschichte. So waren wir sehr schnell durch. Heute werden wir dann noch den neuen Kleiderschrank aufbauen, sollte genauso gut funktionieren.

Gestern habe ich beschlossen meinen Mastodon Account nur noch jeden zweiten Tag zu nutzen. Ganz einfach um Energie zu sparen. Das ist gut fürs Klima, und neben meinem Smartphone werden auch meine Batterien geschont. Die Gedanken haben dann mehr Platz, können länger reifen, als wenn man sie im Schnellgang veröffentlicht. Heute Morgen hatte ich kurz Verlangen die App zu öffnen und zu schauen was geht, mittlerweile passt das aber. Das ganze ist ein weiterer Schritt in Sachen Verzicht. Ich werde zwar das Klima damit nicht retten, wir werden nach meiner Überzeugung den Klimawandel nicht aufhalten. Etwas zu tun schafft aber Sicherheit, und das gutes Gefühl nicht nur zu reden sondern tatsächlich einen Beitrag zu leisten. Die Entscheidung ist nur eine Kleine, dafür aber eine von Vielen. Und wer weiß. Da der Überwachungsstaat immer größer wird, vielleicht werde ich in einigen Jahren ja der Technik sogar ganz den Rücken zukehren. Das ist aber eher naiv als tatsächlich realistisch umsetzbar.

Ich denke das soll es jetzt erst einmal gewesen sein. Habt einen schönen Tag, nehmt euch mal ein paar Minuten zwischendurch um einfach mal Nichts zu tun.

Update vom 30.09.2021

Ich habe nun die Ursache für den langen Verbindungsaufbau entdeckt. Grund ist der unnötige Eintrag der /etc/sane.d/saned.conf Datei. Was da im Hintergrund zu führt ist mir Schnuppe. Fakt ist, seitdem ich den Eintrag wieder entfernt habe dauert es keine 5 Sekunden bis das Gerät bereit ist zu scannen. Man kann sich auch selbst... also, Bein und so!


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