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17 Juli 2021 - Ordnung, Katastrophen und Tempolimits

Die letzte Stunde habe ich damit verbracht noch einmal ein paar Dinge am Blog in Ordnung zu bringen, Kleinkram wie defekte Verlinkungen zum Beispiel. Dann habe ich schon länger darüber nachgedacht den Bereich "Freie Software" raus zu nehmen. Der Begriff weckt deutlich mehr Erwartungen als die Beiträge am Ende erfüllen können. Das können andere einfach besser, bzw. es gibt einfach viel bessere Anlaufstellen dafür. Der Gedanke war etwas zu schaffen wie ich es mir oft gewünscht hätte. Eine Anlaufstelle die kleine Tipps und schnelle Hilfe gibt, allerdings wurde dieser Teil nicht meinen Ansprüchen gerecht weshalb ich den kompletten Bereich nun über Bord geworfen habe. An dessen Stelle ist nun ein neuer Eintrag für meine Fotos entstanden, worauf ich mich stärker konzentrieren möchte. Kurzzeitig hatte ich sogar darüber nachgedacht einen Account bei pixelfed.de anzulegen. Mag sein dass ich so die Reichweite vergrößere. Im Moment ist der Gedanke erst einmal auf Eis gelegt, was nicht heißen soll dass es in Zukunft keinen geben wird.

Dann habe ich mir ein kleines Skript zusammen gebaut mit dem ich ganz einfach Zeilen nach Suchbegriffen löschen kann, ganz praktisch wenn ich mal wieder 50 Dateien Rucki Zucki bearbeiten möchte. Sieht wie folgt aus:

#!/bin/bash
mkdir Fertig
read -p "Bitte Suchbegriff eingeben: " name
for i in *.html; do
fgrep -v -e "name" "$i" >Fertig/"${i%.*}.html"
done

Bluefish ist mir ein paar mal abgekackt, war wohl zu viel Input. Die Konsole ist da einfach mehr auf Zack.

Himmel und Wolken

Der Rechner an dem ich arbeite steht oben im Schlafzimmer. Meine Frau mag es aber nicht bereits am frühen Abend im Bett zu liegen um Fern zu sehen. Da die räumliche Trennung nervt habe ich mir Gedanken gemacht wie wir das ändern können. Dabei viel mir ein dass wir noch einen alten Laptop auf dem Speicher liegen hatten. Gut dass ich noch eine SSD auf Vorrat da hatte, die HDD des Laptops war nämlich tot. Beim ersten einschalten passierte erst mal gar nichts, was ich zuerst einem vergessenen Kabel oder so von der letzten Ausschlachtaktion zuschob, welches ich dabei vergessen haben könnte. Beim öffnen der Abdeckung bemerkte ich aber gleich den leeren Platz, dort wo der RAM Riegel sein sollte. Also zurück auf den Speicher und den Riegel gesucht. Danach brauchte ich gar nichts mehr tun, denn der Rechner begrüßte mich sofort mit dem Startbildschirm des Installationsmediums. Debian war Ratz Fatz installiert. Alles ohne GUI, nur die nötigen Systemwerkzeuge. Noch eine WLAN Verbindung eingerichtet, den Midnight Commander installiert und das wars. In diesem Zustand liegt der Speicherverbrauch bei 67MB, mit GUI und offenem Firefox bei etwa 680MB. Die vorhandenen 2GB reichen also definitiv. Jetzt könnte ich bequem mit Kopfhörern auf der Couch schreiben und wäre in greifbarer Nähe meiner Frau. Allerdings hat mich der Fernseher heute so abgelenkt dass ich es schnell wieder habe sein lassen. Im Moment sind wir also wieder räumlich getrennt, das wird aber in Zukunft anders werden.

Was mich abgelenkt hat waren natürlich die schrecklichen Bilder aus den gar nicht so fernen, man will fast sagen, Kriegsgebieten. Als ich in meinem letzten Beitrag davon gesprochen habe dass ich mit Unwettern rechne hatte ich ganz klar nicht diese Dimension im Kopf. Wer mit so etwas nicht rechnet, darf mit dem Klimawandel rechnen. Hochwasser gab es wohl immer mal, und auch in Ahrweiler hat es früher schon Katastrophen gegeben wenn man dem SWR glauben darf. Trotzdem, wir trauern um die vielen Toten, den immensen Sachschaden und die vielen Menschen die alles verloren haben und noch verlieren werden. Das weitere Kommentieren überlasse ich gerne anderen. Meine Frau und ich hatten heute kurz davon gesprochen spontan ins Auto zu steigen und hinzufahren um anzupacken. Allerdings geht schon die Meldung raus dass es dort noch zu gefährlich ist, und ohnehin schon genug Chaos herrscht. Wir werden also Geld spenden, und wünschen allen Betroffenen aus ganzem Herzen Kraft und Durchhaltevermögen. Ein ganz großes Dankeschön geht an dieser Stelle an die vielen tollen Menschen die gerade alles geben um zu helfen. Sei es die Feuerwehr, Bundeswehr, DRK, freiwillige Helfer und was weiß ich wer noch alles anpackt. Danke für euren Einsatz, schön dass es euch gibt. Passt bitte auf euch auf.

Man sucht ja oft Dinge die man nicht findet ehe man sie nicht mehr braucht. So war es bei der Laptop Aktion. Ganz beiläufig habe ich eine alte Kompaktkamera gefunden die ich mal den Kindern vermacht hatte. Ich hatte sie bei der Suche sogar in der Hand, besser gesagt die zugehörige Tasche. Nur ist die Kamera so kompakt dass sie darin nicht auffiel. Ihr könnt euch denken wie freudig erregt ich ( nicht ) war als diese zum Vorschein kam. Was soll das?

Heute waren wir seit langer Zeit im Baumarkt. Wir haben Laminatboden und Sockelleisten für die Zimmer vom Junior gekauft. Ab Montag kann es losgehen. Die Zimmer sind bereits leer geräumt, Junior schläft in den nächsten Wochen bei der Oma. Ich muss allerdings noch Dachlatten und Platten kaufen um den Boden begradigen zu können. Bis jetzt haben wir schon gut 1200 Euro ausgegeben, und es kommen locker noch 300-450 Euro on Top. So ist das wenn man ein altes Haus kauft und nach und nach umbaut.
Erst kommt der alte Putz und die Rigipsverkleidung runter, dann lege ich den Strom. Als nächster Schritt wird der Boden begradigt. Wenn das erledigt ist kommt die erste Schicht Lehm drauf um die Wände zu begradigen, dann werden die Holzfaserdämmplatten zur Wärmedämmung an die Aussenwände angebracht. Darauf kommt dann noch eine Schicht Putz. Danach muss ich nur noch streichen und Boden legen, das war es dann auch im Groben. Da es wärmer wird bin ich guter Dinge dass der Lehm schnell trocknet und ich gut voran komme. Ordentlich anpacken und viel alkoholfreies Weizen trinken.

Den Nachmittag habe ich dann noch genutzt um den letzten Meter Holz zu spalten und aufzusetzen. Der Job ist durch, endlich. Es hat in den letzten Wochen leider nur geregnet, oder die Sonne hat so sehr geschienen dass an schwere körperliche Arbeit nicht zu denken war. Ich stelle mich jedenfalls nicht bei 30 Grad hin und mache Holz. Als der Job getan war habe ich mich ans Waffeln backen gemacht. Ein ehemaliger Arbeitskollege meinte immer:"Wer sein Gewicht halten will muss auch essen wenn er keinen Hunger hat!" Um sein Andenken zu bewahren folge ich diesem Rat gewissenhaft.

Das eine Maßnahme nur dann ihre volle Wirkung entfalten kann wenn sie entsprechend umgesetzt wird, haben wir festgestellt. Als eine dieser vielen Maßnahmen macht ein Tempolimit in jedem Fall Sinn. Würden wir immer erst anfangen alles gegeneinander aufzurechnen und verlangen dass doch erst mal die anderen... dann wäre das wohl so ziemlich genau das was wir gerade tun. Wir bewerfen uns gegenseitig mit Dreck. Fakt ist, es gibt keinen Planeten B. Niemals. Nicht für uns. Nicht wenn wir so weiter machen. Von daher ist es ganz wichtig dass jeder einzelne im Bereich seiner Möglichkeiten möglichst viel tut, um den eigenen Fußabdruck zu minimieren. Wege dorthin sind in zahlreicher Form dokumentiert und veröffentlicht, wir müssen halt einfach nur machen.
Aus diesem Grund warten wir nicht bis irgendwann einmal die Lösung vom Himmel fällt, wir tun jetzt schon vieles und arbeiten daran besser zu werden. Das fängt an bei gebrauchter Hardware, Greenpeace Energie als Stromversorger, bewusster Verzicht bei vielem im alltäglichen Leben und einigem mehr. Wir alleine retten gar nichts, und können auf jeden Fall noch vieles besser machen, aber wir tragen bereits unseren Teil bei Dinge zu verbessern.

In meinem nächsten Beitrag möchte ich von den schönen Augenblicken dieser Woche erzählen, von dem guten Gefühl das ich hatte als ich in die Ferne geblickt habe. Was es da zu sehen gab, und was ich so spannend daran fand, erfahrt ihr wenn ihr dran bleibt. Alles Gute!